Gesamtzahl der Seitenaufrufe

20,028

Sonntag, 30. Oktober 2011

SC Lerchenberg - Fortuna Mombach II 3:0

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“
Benjamin Britten

Lernen ist ein gutes Stichwort. Denn diese Woche galt es cleverer zu spielen und aus den Fehlern der vorigen Woche zu lernen, denn einen Spielverlauf wie gegen Türkgücü (3:4 nach 3:1 Führung) wollte keiner der Beteiligten wiederholt erleben. Mit einer veränderter Konstellation aufgrund einiger Verletzte, Kranke und vom Training Abwesende trat der SCL selbstbewusst zum Spiel an. Von Anfang an waren wir spielbestimmend und spielten den Ball ruhig von hinten nach vorne ins Mittelfeld, wo die Bälle sicher an die nächsten Stationen gebracht werden konnten. Der Ball wurde dabei oftmals schnell und klug verlagert, wodurch uns die Gegner hinterher liefen. Die absehbare Führung gelang uns dann in der Mitte der ersten Hälfte mit einer Kombination von Rutz auf Timo, der den Ball außen auf Benni spielte und nach einer gefährlichen Hereingabe von Fortuna Mombach selbst verwandelt wurde. Wir spielten weiterhin abgeklärt, es fehlte jedoch vorne an der nötigen Konsequenz vorm gegnerischen Tor, sodass es beim 1:0 zur Halbzeit blieb. Bis dato hatten die Gegner keinen einzigen Torschuss. In der Mitte der zweiten Hälfte kommt Stä für Philip. Nach einem Foul vom gegnerischen Torhüter an Robin erhielten wir einen Elfmeter, der selbstbewusst von Benni Uhrig angetreten wurde und der SCL somit das längst überfällige 2:0 erzielte. Wir ließen dann jedoch wieder ein wenig nach, sodass die Gegner zweimal gefährlich vors Tor kamen und nur knapp den Anschlusstreffer verpassten. Matze kommt für Robin auf den Platz und später auch Marco für Gorell. Kurz vor Schluss gelang uns dann doch noch die Befreiung nach einer Balleroberung auf der Mittellinie und den darauffolgenden  Konter, in dem Steven im gegnerischen Strafraum den Ball quer auf Andi Konopka schob, welcher unschön vom gegnerischen Torhüter von den Beinen geholt wurde. Der Torhüter kennt anscheinend ein anderes Regelwerk als alle anderen Anwesenden und protestierte vehement beim Schiedsrichter gegen die Entscheidung. Die einen oder anderen bösen Wörter sind dabei auch gefallen und das zog die rote Karte nach sich. Aufmerksame SC Lerchenberg Blogspot Leser wissen schon , wer den Elfmeter antreten und eiskalt versenken wird: Benjamin Uhrig! Es wird schon gemunkelt, dass Gomez Trainingsstunden beim Benni im Elfmeterschießen buchen wird. Der Erlös wird dann wohl in die Tombola der Weihnachtsfeier eingehen (Vielen Dank an dieser Stelle) .  Wie es sich anfühlt, wenn sich innerer Frust nach außen entlädt, musste leider Timo am eigenen Leibe erfahren. In den Schlussminuten wird er mit roher Gewalt vom Gegner umgegrätscht, der alles andere, nur nicht den Ball traf. Glücklicherweise bleibt Timo ohne sichtbare Langzeitschäden. Es blieb dann beim verdienten 3:0 !

M. Konopka - Hirsch (Sternitzke), Uhrig, Meyers, Rutz - Hoffmann, Nyembo, Gorell (Bonk), Füssel - Niesen (Hahn), A. Konopka

Sonntag, 23. Oktober 2011

Türkgücü Mainz - SC Lerchenberg 4:3

Es gibt selten ein sportliches Ereignis, das mit einem literarischen Zitat überschrieben werden kann, doch heute kann man es so halten. Im dritten Akt von Egmont schreibt Goethe:

             "Freudvoll und leidvoll gedankenvoll sein"
 
Genau dies war es heute. Konzentriert ging der SCL zu Werke, stellte sich schnell auf den Gegner Türkgücü Mainz ein und überzeugte mit konsequenter Defensivarbeit und situativem Pressing. Hier zeigte sich ein guter Fortschritt im Vergleich zum letzten Spieltag, wo man defensiv Probleme hatte. Selbst das Fehlen einiger vermeintlicher Stammspieler machte sich nicht bemerkbar, weil z.B. Stefan Sternitzke in der Innenverteidigung einen tollen Job machte. Soweit zur Freude.

Unter den Augen der Zuschauer kam Türkgücü, einer der Aspiranten für den Aufstieg, zu einem Eckball, der im Lerchenberger Fünfmeterraum nicht klar geklärt werden konnte, sodass der gegnerische Stürmer nur einzunetzen brauchte. 0:1, unverdient, aber als Halbzeitergebnis noch wiedergutmachbar, aber erster Anlass zum Leid.

Nach dem Seitenwechsel (Mathias Hahn kam für Philip Hirsch) nahm der SCL nun das Spiel noch deutlicher in die Hand und kam durch einen wunderbaren Schlenzer von Mittelfeldmann Andreas Konopka, der im langen Winkel das Netzt zum Zappeln brachte. zum Ausgleich. Kurz darauf konnte sich Robin Niesen nach einem Fehler im türkischen Mittelfeld behaupten und ließ der Verteidigung wie dem Torwart keine Chance. Freude, Führung, Auswärtssieg. Diese Gedanken intensivierte kurz darauf Benedikt Füssel, der von halbrechts kommend die Führung ausbauen konnte. Der Freude letzter Akt.

Die Jungs mit dem Halbmond auf der Brust gaben sich, untypisch für solche Mannschaften nicht auf, und nahmen den Platz und die Unordnung, die der SCL nun gewährte an. Was wäre wenn der SCL einfach weitergespielt hätte und nach dem 4:1 gestrebt hätte etc. pp., leider wieder an dieser Stelle ein Konjunktiv.
Dem Anschlusstreffer, ein Schuss aus 18 Metern halb rechts ins kurze Eck, folgte ein Elfmeter, den der Lerchenberger Keeper Michael Konopka allerdings halten konnte und bei dem, wie im weiteren Verlauf öfter, das Aluminium zu Lerchenbergs 12. Mann  wurde und den Nachschuss „parierte“.

Das 3:3 ist dem Reporter entfallen, es handelte sich wohl um einen Schuss eines türkischen Spielers, der im Tor landete. Soviel steht fest.

In die journalistische Erinnerung brannte sich das 3:4 aus Sicht der Käfer vom Berg ein, da es wie viele Tore im Fussball so unnötig, unverdient und doch nicht untypisch fiel. Flanke von rechts, Verteidiger gegen Stürmer im direkten Duell am langen Pfosten, Stürmer entschlossener > Tor.  Der Jubel des Sichelstürmers passte sich der merkwürdigen Vorstellung des 23. Mannes auf dem Platz an, das Spiel ging zu Ende und der SCL stand trotz guter Leistung mit leeren Händen da.

Als Fazit steht die Erkenntnis, dass der SCL weiterhin alle Chancen hinsichtlich der vorderen Tabellenplätze hat, da auch dieser Gegner sicher noch öfter Probleme kriegen wird, und, dass man daran arbeiten sollte auch nach einer Führung seinen Stiefel weiter runterzuspielen, Ball und Gegner laufen zu lassen und, in der Defensive konzentriert, offensiv an Zielstrebigkeit nicht einzubüßen.

Aufstellung SCL:
M. Konopka, Rutz, Uhrig, Sternitzke, Meyers (Wenzel), Hirsch (Hahn),  Nyembo, Gorell (Freis), Füssel, A. Konopka, Niesen

Vielen, vielen Dank für den schönen Bericht, Georg! Ich hatte heute mehr Augen für meine Gegenspieler, als den  Verlauf des Spiels!

Sonntag, 16. Oktober 2011

SC Lerchenberg - Vorwärts Orient 4:6

Ein torreicher Sonntag auf dem Lerchenberg. Der SCL traf dabei als erstes nach einem weiten Ball von Marco auf Robin, der einen Abwehrfehler eiskalt auszunutzen wusste. Die Freude hielt nur kurz an, denn bereits wenige Minuten später erzielte der technisch starke "11er" von Orient den Ausgleich, nachdem die Abwehr fahrlässig handelte und den Gegenspielern den nötigen Freiraum gewährte. Das sollte jedoch nicht der einzige Gegentreffer am heutigen Tag werden. Anstatt das Spiel in die Hand zu nehmen und das Tempo zu erhöhen, versäumten wir mit Hilfe von gezielten und kompakten Pressingaktionen den Gegner in die Enge zu treiben und sie zu Fehlern zu zwingen und somit das Spiel zu bestimmen. Im Gegenteil, durch unsere nervöse Spielweise zwangen wir uns selbst zu Fehlern und ließen die zum Teil technisch starken Orienter kombinieren. Das wurde uns zum Verhängnis und wir gerieten in Rückstand. Trotzdem haben wir uns zusammen gerissen und wieder durch eine schöne Hereingabe von Andreas auf Robin den Ausgleich erzielen können. Jedoch übten wir immer noch zu wenig Druck auf die Gäste aus und gingen zu selten motiviert in die Zweikämpfe und schauten zu  , wie Orient munter kombinierte und das 2:3 aus unserer Sicht erzielte. Glücklicherweise schoss Timo den wichtigen Ausgleich vor der Halbzeit. Nach der Halbzeit kam dann Benni für Boris und Benni Uhrig rückte in die Innenverteidigung, um mehr Ruhe in die Defensive zu bringen. Unzählige Chancen durch Jean-Pierre, Andreas, Robin und Timo blieben leider ungenutzt und scheiterten oftmals am Torhüter, der zwar bei den Gegentoren unglücklich aussah, jedoch einige Bälle stark gehalten hat. Und als es so schien, als hätte sich unsere Defensive wieder einigermaßen stabilisiert, schlichen sich dann doch wieder zu große Lücken in die 4-er Kette und die Inkonsequenz im Defensivverhalten lud die Gegner aus dem fernen Orient zum 3:5 ein. Die Lerchenberger gaben nicht nach und versuchten noch einmal Anschluss zu finden, was auch durch Robin gelang: Nur noch 4:5. Jean-Pierre machte Platz für Philip und auch Michael Gorell kam später für Alex ins Spiel. Trotz Überzahl nach einer Gelb-Roten Karte für Vorwärts Orient verblieben die Offensivbemühungen  ohne messbare Resultate und wieder einmal nutzte Vorwärts Orient in Kombinantion mit dem "11er" Fehler in unseren eigenen Reihen und die großen Räume aus, die ihm gewährt wurden. Endstand: 4:6.

Es ist keine Weisheit, wenn man behauptet, dass man durch eine schlechte Chancenausbeute, und grob fahrlässigen Defensivverhalten - sprich: Wenn man vorne die Dinger nicht reinmacht und sie im Gegenzug aber hinten kassiert - das Spiel nicht gewinnt.

Konopka M. - Rutz, Dzaganov (Füssel), Bonk, Meyers - Freis (Hirsch), Nyembo (Gorell), Uhrig, Konopka A. - Hoffmann, Niesen

Sonntag, 9. Oktober 2011

SpVgg Selzen II - SC Lerchenberg 1:2

Einen mühsamen Arbeitssieg errungen die Lerchenberger auf dem kleinen Hartplatz in Selzem. Dabei sah es zu Beginn danach aus, als würde es eine eindeutige Partie werden. Denn schon in der 2. Minute erzielte Timo den Führungstreffer nach einem Pass von Benni auf Philipp, dessen Schuss vom gegnerischen Torhüter abgeprallt wurde und Timo vor die Füße landete. Wir hielten den Druck aufrecht und erspielten uns unzählige Chancen durch Matthias, Benni, Philipp, Andreas, Jean-Pierre und Timo. Der Gegner hatte kaum etwas vom Spiel und zu echten Torchancen kamen sie nicht. Nur durch Standardsituationen gelangen sie in unseren Strafraum. Wir jedoch nutzten den Raum und die Passivität des Gegners und erspielten uns einige Chancen durch gute Spielzüge und häufigen Spielverlagerungen. Dann fiel auch das verdiente 2:0 durch Andreas Konopka, nachdem Timos Torabschluss an der Latte scheiterte, jedoch als Vorlage noch vollkommen ausreichte. 2:0 zur Halbzeit - So weit so gut. Man hätte mit mehr Ruhe im Aufbau nach vorne und beim Torabschluss noch ein deutlicheres Resultat erzielen können. Nach der Halbzeit begannen wir mit guten Chancen, die auch leider ungenutzt blieben. Somit reichte den Selzenern lediglich ein einziger gefährlicher Vorstoß nach vorne, um  nach einer nicht abgepfiffenen Abseitssituation und einem inkonsequenten Herauslaufen von Michael den Anschlusstreffer zu erzielen. Wir erholten uns schnell von dem Schock und spielten immer noch konsequent nach vorne. Lediglich beim letzten Pass bzw. Schuss aufs Tor fehlte es dann an der nötigen Ruhe, Cleverness und Konzentration, um den Sack zuzumachen. Querschläger in der Abwehr und Mittelfeld erhöhten zudem unnötig die Spannung. Letzlich haben wir auswärts 3 Punkte eingefahren und wenn auch eine Analyse angebracht ist, sollte das Spiel abgehakt werden und sich mit höchster Konzentration auf die wichtigen Spiele gegen Vorwärts Orient und Türkgücü vorbereitet werden.

M. Konopka - Rutz, Bonk, Meyers - Hirsch, Gorell, Uhrig, Freis, Hahn - A. Konopka, Hoffmann

Ein Gruß geht noch an die Lerchenberger, die uns jenseits der Mainzer Grenzen in Namibia (David), USA (Stefan), Shanghai (Heiko + Fan), Frankreich (Max) und Griechenland (Mario, Benni) vertreten und auch hoffentlich die aktuelle Ausgabe des SC Lerchenberg Blogspots lesen (Ich seh alles in den Statistiken ;)!

Hier noch ein kleiner Spielbericht von einem besonderen Spiel, den mir David aus Namibia am 27. September zur Weitergabe überreicht hat:

Ich hatte am Donnerstag Abend mein "erstes Spiel":
Es hieß, im großen Stadion in Windhoek.. Arne (mein Kumpel der mit mir hier in Namibia ist) und ich hatten uns leider etwas anderes vorgestellt, aber naja... Afrika halt..

Ich muss mich für die extrem schlechte Qualität entschuldigen... ;-) aber "Flutlicht" im Stadion ist hier in Afrika so ne Sache :-)
Entweder kommt der Typ, der die Schlüssel hat, ne halbe Stunde zu spät - oder gar nicht- oder das Flutlicht ist so wie bei uns das für den Ascheplatz zwischen dem Sportplatz und der Umkleide bei uns... ;-) War einfach zu dunkel für ein gescheites Foto mit dem iPhone...

Aber: die Person die wie ein Flitzer aussieht, ist der Schiedsrichter... mit Jeans und weißem Shirt.. wir konnten es nicht wirklich glauben. Ein Schiri hatte wohl sogar mal Addiletten, eine Anzugshose, ein Hemd an und iPod-Kopfhörer im Ohr... ;)

Das Spiel ham wir übrigens 5:0 gewonnen.. Arne durfte 20 minuten spielen- ich nicht, weil ich 3 Wochen vorher den Zeh gebrochen hatte und nich ins Training konnte: der Trainer hat nur gesagt: Dave, das ist mal gleich, wie in Deutschland.. (Spielerpässe: keiner weiß was das ist.) Kein Training- kein Spiel.. war schade, aber naja :)

Das Spiel war in einem Stadion (Sam Nujoma Stadion: http://en.wikipedia.org/wiki/Sam_Nujoma_Stadium ), das für 8.000 Leute konzipiert war, also passen da mindestens 14.000 Namibianer rein ;-)
Bei uns warn vielleicht 100 Leute da.. Nicht viel, aber schonmal 10x mehr als bei den Spielen vom SCL als ich noch dabei war..
In dem Stadion spielen so Gastmannschaften wie die Kaiser Chiefs oder die Orlando Pirates - oder, vielleicht nächstes Jahr mal die TSG aus Hoffenheim.... da gibts irgendwie connections ;-)

Euch noch viel Erfolg für den Lauf der Saison.
Wir sind souveräner 1. der Gruppe und Spielen Mittwoch gegen den 1. der parallel Gruppe (hoffentlich komm ich dann zu meinem ersten Einsatz mit den Jungs hier)


Greets aus Namibia

Dave